Tagung 25. Januar 2020: Verkehr – nicht um jeden Preis

Öffentliche Tagung in Bad Schwartau
Samstag, 25. Januar 2020
11:00 bis 16:00
Gymnasium Am Mühlenberg
Ludwig-Jahn-Str. 13

Welche Opfer fordert die Feste Fehmarnbeltquerung?
Kein Bereich bleibt unberührt: Die Regionen Ostholstein und Stormarn werden mit Großbaustellen überzogen. Schwerlastverkehr, Stau auf Schiene und Straße, Lärm und Stäube belasten die Menschen über Jahre. Abbau von Arbeitsplätzen, Grundwasserabsenkung, Verlust wertvoller Böden, Stilllegung der Bäderbahn, Minensprengungen, Krater im Naturschutzgebiet Belt und tote Wale sind bereits heute Realität. Wirtschaftlich ist das Projekt ein Milliardengrab – bei nicht vorhandenem Bedarf.

Der Preis ist zu hoch!

Begleitprogramm: Grafiken von Elke Brachtendorf

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Grafik Wolfgang Kausch

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10:30 Einlass

Moderation Hilda Holling und Bodo Gehrke
11:00 – 11:15
Begrüßung und thematische Einführung

11:15 – 12:00
Lärm- und Erschütterungsbelastung im innerstädtischen Bereich

Was passiert, wenn Güterverkehre innerstädtische Bereiche belasten? Lärm macht krank – insbesondere nachts. Was ist Erschütterung, primärer und sekundärer Schall, was bedeuten dB(A), dB(C) usw.? Wer misst was und wie? Welche Schutzmaßnahmen erfordert die Belastung der städtischen Infrastruktur? Wie können Bürger und kommunale Verwaltung dafür sorgen, dass die Auswirkungen von Lärm, Erschütterung und Veränderung des Stadtbildes begrenzt werden.

Referent: Bernhard Schmidt, Bauingenieur

ca. 12:00 – 12:15 Fragen aus dem Publikum

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12:15 – 12:45
Ein Tunnel nach Dänemark: Um jeden Preis?

Niemand braucht den Tunnel. Neben gewaltigen ökologischen und sozialen Schäden ist der Tunnel mit der Hinterlandanbindung ein Milliardengrab: Millionen Tonnen CO2, dazu nicht zu messende Mengen an Feinstaub werden durch den Bau und Betrieb freigesetzt. Das widerspricht allen Klimaabkommen, von Paris bis Berlin. Wenn die Schadens-Kosten für 1 t CO2 mit 180 € angesetzt wird, entstehen Schäden in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe nur durch die THG (Treibhausgase). Die Baukosten der HLA sind von zunächst 817 Millionen auf knapp 5 Milliarden € angestiegen, immerhin für ein Projekt, das niemand braucht! Für die explodierten Baukosten des Tunnels ist die Dänische Regierung über Femern A/S verantwortlich. Daran sind auch alle Eurpäer beteiligt. Die Anlage des Tunnels und dessen Finanzierung sind überwiegend auf den Autoverkehr zugeschnitten, somit wird Verlagerung von der Schiene auf die Straße gefördert.

Referent: Wolfgang Kausch, AG Belt-Hamburg, auf der Basis der Verkehrsprognosen div. Gutachter, Breitzmann, Vieregg und Rössler (München), HTC Rössler Hamburg.

ca. 12.45-13.00 Fragen aus dem Publikum

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13.00 – 14.00
Mittagspause, Gespräche. Die Besucher haben Gelegenheit, komplexere Fragen schriftlich zu formulieren. Die Antworten stellen wir auf unsere Internetseite.

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14:00 – 14:30
Arbeitsplatzsicherheit in den Hafenbetrieben und im Tourismus

… statt „Zocken mit Pleiteprojekten“. Refinanzierung durch Finanzspekulationen über Jahrzehnte. Preisfallen für den Verbraucher statt seriöse Dienstleistung in Verkehr und Transport.
Der Tourismus wird einer der Verlierer sein und mit ihm Beschäftigte dieser Branche.

Referent: Dieter Krause, Gewerkschaft ver.di

ca. 14:30 – 14:45 Fragen aus dem Publikum

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14:45 – 15:15
Wege in die Zukunft – das Konzept „Zero Emission“ im Fährbetrieb Puttgarden-Rödby

Wie funktioniert der Fährverkehr mit Elektroantrieb und Wasserstoff? Welche Bedeutung hat dieser weltweit führende Ansatz auf unsere aktuelle Klimadiskussion?

Referent: Bernd Friedrichs, Scandlines

ca. 15:15 – 15:30 Fragen aus dem Publikum

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Optional

Das Milliardengrab im Fehmarnbelt,
in Ostholstein und der gesamten Hinterlandanbindung wird von uns im Alltag der Menschen in Europa gezahlt. Pflegenotstand und die Baustelle auf dem Meeresgrund reichen sich die Hand. Massive Bedenken des Bundesrechnungshofs fordern eine grundlegende Neubewertung.

NN

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15.30 – 16.00 Uhr Abschlussdiskussion – was können wir tun?

Moderierte Diskussion mit Auditorium: Welche Möglichkeiten haben wir, um uns konstruktiv einzumischen? Impulse und Ideen herzlich willkommen.